Wie und warum bin ich überhaupt hier?
Wie der Titel es bereits vermuten lässt, will ich euch in diesem Blog Post ein bisschen darüber erzählen, was mich überhaut dazu bewegt hat, hier nach Kanada zu gehen und darüber hinaus, wie ich das ganze organisiert habe (Spoiler: es gibt da ein sehr cooles Programm, was einem einen Großteil der Arbeit abnimmt😉).
Auf Ersteres eine eindeutige und kurze Antwort zu geben, wird eher schwierig sein, da viele Faktoren auf diese Entscheidung Einfluss genommen haben. Ein ausschlaggebender Grund war aber definitiv das allseits bekannte Motto: „Alle guten Dinge sind drei.“
Nachdem ich mit meinem Schulaustausch in Amerika und
meinem Freiwilligendienst in Ghana bereits zwei unvergessliche Zeiten im
Ausland verbracht habe, reiht sich dieses Abenteuer natürlich perfekt ein 😊 Aber
im Ernst: die beiden vorherigen Auslandsaufenthalte haben mir gezeigt, was für eine
großartige Erfahrung es ist, in ein fremdes Land und seine Kultur einzutauchen
und die Möglichkeit zu bekommen, so viele gastfreundliche und warmherzige Menschen kennen zu
lernen. Darüber hinaus durfte ich in dieser Zeit sowohl sehr viel über mich selbst erfahren, als auch einiges für mein weiteres Leben dazu gewinnen, was ich bis heute nicht vergessen habe und es wahrscheinlich auch nicht mehr werde.
Darüber hinaus hat mich besonders das Programm der Fremdsprachenassistenzkräfte im Rahmen des Pädagogischen Austauschdienstes gereizt, womit ich auf die zweite Frage zurückkomme, nämlich, wie ich das ganze organisiert habe (und an dieser Stelle ein kurzer shout-out an meine Mutter, welche mich auf das Programm überhaupt erst aufmerksam gemacht hat!).
Zunächst einmal die grundlegenden Informationen: Das Fremdsprachenassistenzprogramm ermöglicht es Studierenden für eine Zeit (mindestens 6 Monate) an einer ausländischen Bildungsinstitution praktische Erfahrung zu sammeln. Wie dabei der Name schon aussagt, ist eine der wesentlichen Aufgaben bei der Vermittlung einer Fremdsprache, in den allermeisten Fällen Deutsch, zu helfen. Neben Kanada bietet das Programm auch zahlreiche weitere Zielländer an, wie z.B. Großbritannien, USA, Australien und auch nicht englischsprachige Länder wie Russland, Spanien oder Frankreich. In den meisten Ländern kann man auch davon ausgehen, dass man in einer Schule landet und dort im Sekundarbereich eingesetzt wird. Das coole an dem Programm ist, dass man an die verschiedenen Einsatzstellen vermittelt wird und man sich daher quasi nicht selbst um eine Stelle kümmern muss.
Das Ganze ist dann aber doch ein bisschen komplizierter, als es sich vielleicht gerade anhört, da zwischen einem und seiner Einsatzstelle noch ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren liegt. Zunächst einmal muss man seine Bewerbung digital einreichen. Anschließend wird man dann hoffentlich zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen, bei dem es u.a. über die eigene Motivation und Ziele bezüglich des Programmes geht. Danach werden, so auf jeden Fall aus meiner Sicht, die erfolgreichen Bewerbungen an die Partner*innen im Ausland weitergegeben, sodass diese gucken können, wer ihre Anforderungen erfüllt. Ich hatte das Glück, dass ich erfolgreich durch diesen Prozess gekommen bin und dann irgendwann von meiner jetzigen Stelle, der King’s Edgehill School, über die ich euch im nächsten Post nochmal mehr erzählen werde, angerufen wurde.
Ein weiterer Vorteil des Fremdsprachenassistenzprogrammes ist, dass man für seine Arbeit im Ausland auch finanziell entlohnt wird, was natürlich für jede*n Studierende eine große Erleichterung darstellt. Insgesamt stand für mich aber die Möglichkeit, mehr praktische Erfahrung zu sammeln, im Vordergrund und war mit der ausschlaggebende Grund, warum ich mich für dieses Programm bewarb. Anschließend gab es jedoch noch die Frage zu beantworten, wohin es denn genau gehen sollte. Dabei fiel mein Auge direkt auf Kanada, wahrscheinlich aufgrund einer Mischung aus Neugier und Unwissen. Wie sehr unterscheidet sich das Land, die Kultur und die Menschen beispielsweise von dem großen Nachbarn, den USA? Außerdem wollte ich mir selbst einen Eindruck von der atemberaubenden Natur machen und darüber hinaus herausfinden, was noch mehr hinter diesem Land steckt, als die stereotypischen Dinge, die man eh schon kennt, wie Ahornsirup, Eishockey oder die Annahme, dass alle Kanadier*innen extrem freundlich und höflich sind (darüber noch eine kurze, lustige Anekdote am Ende des Posts).
Falls ihr jetzt selbst Lust bekommen habt, an diesem Programm teilzunehmen, oder jemanden kennt, den/die dieses Programm interessieren könnte, hier nochmal der Link zur Webseite, auf der ihr alle Infos findet.
Um diesen Post dann aber auch noch mit einem aktuellen Update zu beenden, kann ich nur sagen, dass es mir weiterhin gut geht, ich jedoch das Ende der Quarantäne herbeisehne. Da ich mich aber, bereits an Tag 12/14 befinde, bin ich sehr optimistisch, dass ich die letzten Tage auch noch gut überstehe 👍
Und zum Schluss noch wie versprochen eine kurze, lustige story: als ich vor ein paar Tagen während meines halbstündigen Ausgangs draußen war, kamen mir auf mehreren Metern Distanz zwei andere Menschen entgegen. Nachdem sich herausstellte, dass wir in den gleichen Weg einbiegen wollten, entschuldigte ich mich einige mal und wollte diesen den Vortritt lassen (social distancing und so). Diese baten mir jedoch gleiches an und nachdem ich an ihnen vorbei ging, entschuldigte ich mich nochmal kurz. Anschließend hörte ich jedoch noch, wie die Frau sich bei ihrem Mann darüber amüsierte, dass ich so oft Entschuldigung gesagt hätte. Darauf entgegnete dieser jedoch nur: „So sind die Kanadier halt.“… Ich denke mal, dass diese Geschichte für sich spricht.
Daher: Simon says: „Sorry.“
Damit dieser Post aber auch noch ein bisschen Leben und Farbe bekommt, hier noch ein paar Bilder aus dem umliegenden Gebiet um die Quarantäneunterkunft.


Man merkt, dass du noch in Quarantäne bist und Zeit hast ;) Aber super Text, sehr informativ und geniale pics!!!
AntwortenLöschenUnd mir wurde sogar heute gesagt, dass es sich dabei um einen der "schlechteren" Strände hier handeln würde...
LöschenDann bin ich mal gespannt auf die "guten" Strände 😎 Auf in das letzte Quarantäne-WE 🤘
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